ZDK Zertifikatslehrgang
Digitale Kommunikation

Ein verantwortungsvoller Umgang mit den digitalen Möglichkeiten will gelernt sein.

Das Modul „Einführung in die digitale Kommunikation“ wird von Nikolaus Koller geleitet. Koller hat Betriebswirtschaftslehre in Wien und „New Media Journalism“ an der Leipzig School of Media studiert. Er startete seine Karriere als Redakteur bei der Tageszeitung „Die Presse“. Danach wechselte er in die Aus- und Weiterbildung, wo er nun seit zehn Jahren tätig ist. Zuerst leitete er das Institut für Journalismus & Medienmanagement der FH Wien der WKW. Seit 2018 ist er Geschäftsführer der Österreichischen Medienakademie (ehemals Kuratorium für Journalistenausbildung). Weitere Informationen:  www.oema.at

Interview mit Mag. Nikolaus Koller, MA

 

  • Herr Koller, wie hat die digitale Kommunikation unser aller Leben prinzipiell verändert?

Koller: Während der Pandemie und vor allem in der Zeit der Lock-Downs musste Kommunikation blitzschnell digital funktionieren: Persönliche Begegnungen waren nicht möglich. Gespräche fanden stärker über Video-Telefonie statt, Social Media wurde als Informationsquelle noch stärker. Menschen haben sich noch mehr über digitale Kanäle informiert und ausgetauscht. Wenn Unternehmen, Medien aber auch alle anderen Organisationen Menschen nun erreichen und mit Informationen versorgen wollen, müssen sie die Spielregeln und Möglichkeiten der digitalen Kommunikation beherrschen.

  • Was fasziniert Sie persönlich an der digitalen Kommunikation?

Koller: Digital wird das zwischenmenschliche nie ersetzen. Aber der digitale Austausch kann eine Ergänzung und hoffentlich auch eine Bereicherung darstellen. Das gilt vor allem für Situationen, wo ein persönlicher Kontakt nicht möglich ist. Aber digitale Kommunikation kann noch viel mehr: Wer andere an etwas teilhaben lassen möchte, kann ein schnelles Video drehen, kann etwas ab-fotografieren. Es ist über soziale Medien möglich, sehr schnell und einfach sehr viele Menschen zu erreichen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Möglichkeiten will aber auch gelernt sein.

  • COVID-19 hat die ganze Welt verändert. Wie verändert die Krise unsere digitale Kommunikation?

Koller: Ich denke, dass wir aktuell in einem Ausnahmezustand sind – das betrifft auch die Kommunikation. Wir werden nach der Pandemie wieder persönliche Gespräche und Begegnungen suchen. Aber diese Erfahrungen, die wir mit neuen Technologien und Medien machen, die werden bleiben.

  • Können Unternehmen aus dieser Krise im Umgang mit der digitalen Kommunikation etwas lernen und falls ja, was? 

Koller: Man sieht ja jetzt schon Veränderungen: Gespräche werden viel mehr über Konferenz-Software-Programme wie MS Teams abgewickelt. Unterricht geschieht digital. Konferenzen finden online statt. Online-Marktplätze und E-Shops werden aufgebaut. Ich habe beobachtet, dass es gerade im digitalen Zeitalter wichtig ist, schnell zu agieren und Fehler auch zulassen zu können. Man muss den Mut haben, sich den neuen Technologien zu stellen, auch wenn dann mal der Ton bei einer Schulung nicht gleich funktioniert oder das Bild im Zoom-Talk einfriert.

  • Danke für das Interview!